Tacheles

アート

Tacheles

たへれす

ベルリン、ミッテ区にある芸術家のための建物、アトリエ、クンストハウス。

映画館、劇場、バーなどもある。

同義語


タヒェレス (TACHELES) の歴史

1907-1909年

フリードリヒシュトラーセパサージュは、「商品の殿堂」として建てられました。

当時にあっては、ベルリンで第2の規模を誇るショッピングモールであるとともに、

鉄筋コンクリート建築の草分けでしたが、ファサードにはゴシックおよび古典様式の

要素が取り入れられていました。建物の中央には、ヨーロッパ最大の鉄筋コンクリート

のドームが、吹き抜けの天井として設置されていました。

建物全体が最新のものであり、その技術と形状は現代の曙(あけぼの)を表現するものでした。

1928年

電気機器分野の大企業アーエーゲー (AEG) がこの建物を引き継ぐと、

建物は「技術の殿堂」となり、映画の上映を含め展示や製品発表の場として利用されるようになりました。

1936年ベルリンオリンピックが開催されたときには、世界初のテレビ中継が、この建物から行われました。1933年以降、ナチスの党組織によって占拠される部屋がしだいに増えて行きました。

1941年には、DAFドイツ労働戦線、政治的に画一化された労働組合)がこの建物の所有者になり、

また「SS中央土地局」が拠点をおきました。大戦中は、引き続き計画が立案され、生産が行われましたが、

1943年、最上階にフランス人戦争捕虜が一時的に収容されていたことが分かっています。

1949年

ドイツ民主共和国東ドイツ)の建国とともに、この建物はFDGB(自由ドイツ労働組合総同盟)

の手に移りました。その後、一時的に利用されることはありましたが、ドイツないしベルリン

分割により、建物は使われないまま放置され、しだいに荒廃が進んで行きました。

中には、NVA(東ドイツ人民軍)、国立芸術学校、映画館Cameraによって使用された空間もありましたが。

フリードリヒシュトラーセパサージュの、戦時中の被害は建物全体に及ぶものではありませんでしたが、

1969年および1977年の構造鑑定により、建物の解体が勧告され、80年代の初めに何度か爆破が試みられました。

それでも、1923-24年に貴重品収蔵庫として後から設置された2層の地下室のために、

今日残っている建物部分が破壊されずに残されました。

1989年

「壁」崩壊後、東ベルリンでは、ミッテ地区、プレンツラウアーベルク地区、フリードリヒスハイン地区

を中心に、建物の占拠をともなうサブカルチャーが発生しました。フリードリヒシュタラーセバサージュの

最終的な解体は、1990年4月に予定されていましたが、芸術家イニシアティブ・タヒェレス (Tacheles)

による占拠によって阻止されました。そして公的機関の支援により、建物の維持が実現し、構造鑑定の結果、

同年、建物は歴史的建造物として保護されることが決定しました。

1998年

タヒェレス (Tacheles) に関連する建造物は、投資家グループ FUNDUS によって買い取られましたが、

その際の条件は、タヒェレス (Tacheles) を歴史的に価値のある、現代の文化にとって重要な場所として

維持するということでした。そして月1ユーロというシンボリックな賃貸料が設定されました。

2000-2002年

建物の改修が行われることになりましたが、その際の建築コンセプトは、古い廃墟的なものと、

新しい、現代を想起させる形態要素を対照的に結びつけるというものでした。

芸術の殿堂タヒレス (Tacheles) は、芸術と文化の新形態の交流、成立に奉仕する、

国際的な出会いの場でしたが、それはこれからも変わりません。

タヒェレス (Tacheles) のコンセプトでは、映画館、劇場、バーといった様々な分野と並んで、

世界中から集まる若い芸術家のためのアトリエとして、この空間を利用することに重点がおかれています。


(この文章は、タヒェレスから提供された "Geschichte Kunsthaus TACHELES" を翻訳したものです。)

翻訳者:forum bmk 長嶋 http://www.bmkberlin.com


(以下原文 ドイツ語

Geschichte Kunsthaus TACHELES

1907-1909 wurde die Friedrichstraßenpassage als "Kathedrale der Waren" gebaut. Es war die zweite große Einkaufspassage und eine der frühesten Stahlbetonbaukonstruktionen Berlins. Die Fassaden enthalten gotische und klassizistische Stilelemente. In der Mitte der Passage durchschritt man eine der größten Stahlbetonbaukuppeln Europas. Der gesamte Gebäudekomplex war hochmodern und technisch und gestalterisch Ausdruck für die beginnende Moderne.

1928 übernahm der Elektrokonzern AEG den Gebäudekomplex und nutzte ihn als "Haus der Technik" für Ausstellungen und Produktpräsentationen einschließlich Filmvorführungen. 1936 wurde von hier die weltweit erste Fernsehübertragung der in Berlin stattfindenden Olympiade gesendet. Ab 1933 wurden zunehmend Räume von verschiedenen Parteiorganisationen der Nationalsozialisten belegt. Die DAF (Deutsche Arbeiterfront, politisch gleichgeschaltete Gewerkschaft) wurde 1941 Eigentümerin des Gebäudes und das "SS-Zenralbodenamt" erhielt dort seinen Sitz. Während des Krieges wurde im Haus weiter geplant und produziert. Man weiß, dass 1943 Dachgeschoss zeitweise französische Kriegsgefangene untergebracht waren.

1949 ging das Gebäude mit der Gründung der DDR in das Eigentum des FDGB (Freier Deutscher Gewerkschaftsbund). Durch die Teilung Deutschlands bzw. Berlins blieb das Gebäude, neben einigen Zwischenmietern weitgehend leerstehend und verrottete in zunehmendem Maße. Es wurden u.a. Räume genutzt von der NVA (Nationale Volksarmee), der staatlichen Artistenschule und dem Kino "Camera". Obwohl die Friedrichstraßenpassage während des Krieges nur teilweise zerstört worden war, empfahlen zwei Statikgutachten aus dem Jahren 1969 und 1977 den Abriss. Anfang der 80er Jahre kam es zu mehreren Sprengungen. Wegen des zweigeschossigen Tiefkellers, der 1923/4 als Tresorkeller nachträglich angelegt worden war, blieb damals der heutige Restflügel verschont.

Nach dem Fall der Mauer entstand ab 1989 in Ostberlin, vor allem in den zentralen Bezirken Mitte, Prenzlauer Berg und Friedrichshein eine Subkultur, die mit einer Welle von Hausbesetzungen einherging. Der endgültige Abriss der Friedrichstrassenpassage, geplant für April 1990, konnte durch die Besetzung des Gebäudes durch die Künstlerinitiative Tacheles verhindert werden. Mit der Unterstützung öffentlicher Behörden wurde die Erhaltung des Gebäudes durchgesetzt. Nach Vorlage eines statistischen Gutachtens wurde das Gebäude noch im gleichen Jahr unter Denkmalschutz gestellt. 1998 wurde das Gelände rund um das Tacheles von der Investorengruppe FUNDUS erworben. Bedingung war, das Tacheles als historisch wertvollen und heute kulturell wichtigen Ort bestehen zu lassen. Vereinbart wurde eine symbolische Miete von 1 Mark monatlich. In den Jahren 2000-02 kam es schließlich zur Modernisierung des Gebäudes. Die architektonische Konzeption zeigt die kontrastierende Verbindung zwischen alten ruinenhaften und neuen, modern anmutenden Gestaltungselementen. Nach wie vor ist das Kunsthaus Tacheles ein Ort internationaler Begegnungen für Austausch und Entstehung neuer Formen von Kunst und Kultur. Neben den unterschiedlichen Bereichen wie Kino, Theater, Barbetrieb, liegt der Konzeptschwerpunkt des Tacheles vor allem in der Nutzung der Räumlichen als Atelierräume für junge Künstler aus aller Welt.

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